Virales Marketing hinter den Kulissen

Virales Marketing ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich. Es gibt Schlüsselfaktoren, die die Zuwachsraten beim viralen Marketing vorantreiben. Wie wird Viralität erzielt, und wie lassen sich virale Marketingkampagnen oder virale Produkte erstellen und optimieren?

Egal ob es um YouTube, Facebook, Twitter oder ähnliche Plattformen geht – ihr Vorzug ist, dass man es fertigbringen kann, viral zu werben. Und wenn es funktioniert, ist das umsonst. Kostengünstiger und wirksamer als die meisten bezahlten Kampagnen.

Wirklich virales Marketing ist nur selten erreicht, aber wenn man es schafft, bekommt man Kunden praktisch kostenlos, im Gegensatz zu den herkömmlichen Akquiseverfahren. Das heisst umgekehrt, die Erträge sind Reingewinn.

Welche Formen des viralen Marketing gibt es?

Virales Marketing hat zahlreiche Facetten – diese hängen ab von der Aktivität und der angestrebten Verbreitung. Einerseits kann man das Engagement bei der Verbreitung als Kriterium sehen, andererseits – beim sogenannten passiven viralen Marketing – die blosse Nutzung eines Produktes für die Verbreitung einsetzen. In diesem Fall müssen mit dem Produkt starke Emotionen verknüpft sein, damit es viral wirkt und einen Mehrwert für die Nutzer schafft. Beim aktiven viralen Marketing werden hingegen Hilfsmittel verwendet, die einen Anreiz bilden, Informationen weiterzutragen. Auch der Umfang der Marketingmassnahme(n) ist ein Kriterium beim viralen Marketing.

Ein anderer Ansatz ist werbungsorientiert. Hier steht die Vermittlung von konkreten Botschaften im Zentrum der Aktivitäten. Bei dieser Art des viralen Marketings geht es in der Regel um die Verbreitung von Markenbotschaften oder die Steigerung der Markenbekanntschaft. Aber Vorsicht – ist das Marketing allzu kommerziell, geht der Schuss nach hinten los und der erhoffte Effekt stellt sich bei den Nutzern nicht ein.

Ganzheitlich viral vermarkten

Ganzheitliches virales Marketing ist eine Kombination verschiedener Strategien. Der Fokus liegt nicht ausschliesslich auf den ausgewählten Hilfsmitteln, sondern weitgehend auf den Besonderheiten der Zielgruppe. Die Kampagne ist deshalb nicht unbedingt auf eine Marke oder ein bestimmtes Produkt ausgerichtet, sondern fungiert wie ein Container, der die Botschaft verdeckt weiter trägt.

Ein solcher viraler Container sollte an Interessen wie Humor, Sex, Angst und ähnliches appellieren, also Bereiche, die die Emotionen ansprechen. Damit sorgt er für Unterhaltung, und wird deshalb gern geteilt. Was ein Unternehmen davon hat? Eine enorm gesteigerte Reichweite!

Virales Marketing – für welche Zielgruppe?

Die ideale Zielgruppe für virales Marketing sind natürlich die gut vernetzten Digital Natives. Sie sind online unterwegs, nutzen Blogs, Foren und soziale Netzwerke. Aber innerhalb dieser Obergruppe lassen sich natürlich zahlreiche Interessen definieren. Eine Zielgruppenanalyse ist daher sehr wichtig, damit die Marketingkampagne effektiv ist.

Vorteile von viralem Marketing

Zunächst einmal ist es extrem kostengünstig. Die erforderlichen Kanäle, beispielsweise Social Media, kosten nichts, obendrein kommt die Botschaft bei vielen Teilnehmern an. Die Kosten sind gemessen am Erfolg sehr klein. Wichtig ist lediglich, dass die Kampagne die richtigen, positiven Emotionen bei den Nutzern weckt, um so immer weiter geteilt zu werden. Gute virale Kampagnen können jahrelang in Umlauf bleiben!

Nachteile von viralem Marketing

Die Geschwindigkeit der Verbreitung ist bisweilen eingeschränkt und nicht kontrollierbar, und es lässt sich nicht garantieren, dass die Botschaft tatsächlich die gewünschte Zielgruppe anspricht. Besonders riskant ist es, wenn ein Beitrag nicht etwa positive, sondern negative Emotionen freisetzt. Die Auswirkungen können in solchen Fällen bis zum Imageschaden gehen! Man kann den Erfolg des viralen Marketings eben nicht auf den Punkt genau prognostizieren. Selbst die bestgeplante Massnahme muss nicht unbedingt zum Erfolg führen, während ein Beiprodukt sich zum Renner entwickeln kann.

Die Verbreitung viraler Inhalte

Bei dieser Form des Marketing muss es eine Quelle geben, aus der das sogenannte Seeding erfolgt. Das kann ein eigener Blog sein, ein Post auf Sozialen Netzwerken, wichtig ist, dass eine Verbreitung nach dem Schneeballprinzip erreicht wird. Das gezielte Seeding macht hier durchaus etwas aus. Auch die Ansprache sogenannter Influencer beschleunigt die Verbreitung einer Kampagne.

Lässt sich virales Marketing steuern?

Es ist kaum möglich, virales Marketing direkt zu steuern. Allerdings ist eine bedingte Kontrolle, etwa durch die Auswahl der Seeding-Quellen, schon möglich. Insgesamt ist Virales Marketing eine sehr schwierige Marketing-Methode, die sich, einmal gestartet, nur wenig beeinflussen lässt. Da die meisten Produkte bzw. Marken nicht die emotionalen Trigger besitzen, die der viralen Verbreitung förderlich sind, müssen Container gestaltet werden, die eben solche Emotionen ansprechen und für Unterhaltung oder Befriedigung der Sensationslust sorgen. Allerdings darf hier auch nicht übertrieben werden, damit die Nachhaltigkeit der Markenbotschaft nicht beschädigt wird. Es kommt immer wieder vor, dass eine virale Kampagne enorme Reichweite erzielt – ohne dass sich das auf den Absatz der betreffenden Marke tatsächlich auswirkt!

Silvan Krähenbühl

Die Themen Entrepreneurship und Jungunternehmertum in die Welt zu tragen ist Silvans Mission. Als Startup-Gründer beschreibt er eigene Erfahrungen und gibt Tipps und Tricks weiter. Sein Ziel: Mehr Personen zur Gründung des eigenen Unternehmens motivieren.

More Posts - Website

Follow Me:
TwitterFacebookLinkedIn

Post a comment

Language

Beiträge abonnieren

Trage deine Emailadresse ein, um über neue Blogartikel informiert zu werden.

Vielen Dank!

Da ist etwas schief gelaufen.