Was grosse Unternehmer antreibt

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Was grosse Unternehmer antreibt

Was grosse Unternehmer antreibt

Wer beruflich oft mit Möchtegern-Gründern zusammenkommt oder auf Führungskräfte trifft, die sich mit einem Startup selbstständig machen wollen, erkennt meistens schnell, wer von den zukünftigen Unternehmern wirklich tauglich ist für das wirkliche Leben, und wem es nur um das schnelle Geld geht. Was grosse Unternehmer antreibt, wird in diesem Artikel gezeigt.

Gerade für diejenigen, die hoffen, mit einem Startup rasch Kasse zu machen, gibt es Erfahrungsberichte, die ein wenig ernüchternd wirken. Hier stehen sich die Unternehmer aus Leidenschaft und diejenigen, denen es ums Geld geht, gegenüber. Die Bilanz dabei ist jedoch meistens, dass die „Profiteure“ nicht die Leidenschaft und das Engagement mitbringen, die man ganz einfach braucht, um ein Startup durch die Gründungsphase zu bringen. Wer sich also mit einer Geschäftsidee gut positioniert, dann aber nicht recht durchstarten kann, weil die Begeisterung für die Materie fehlt, sollte überlegen, einen Geschäftsführer einzusetzen, der genau diese Elemente mitbringt. So kann aus einem vor sich hin dümpelnden Projekt ein Win-Win für alle Beteiligten werden.

Wer es trotzdem versucht, auch ohne Begeisterung weiter zu werkeln, lernt schnell eine grosse Lektion: Wer in der Startup-Welt vor allem Geld machen will, macht normalerweise keins. Wer hingegen arbeitet, weil er sich für das, was er tut, begeistert, erhöht seine Chancen, damit Geld zu verdienen, ganz erheblich. Meist passiert das, wenn man nicht damit rechnet – Dinge kommen ganz unerwartet ins Rollen und führen zu Ergebnissen. Erfolgreiche Gründer berichten meist darüber, dass sie mit der Leidenschaft für wirklich aussergewöhnliche Produkte oder Leistungen angefangen haben.

Der Einstieg mit dem Gedanken an den Ausstieg überzeugt nicht

Wenig überzeugend sind Unternehmer, die bei der Konzeption ihres Startups gleich beim Einstieg schon den Ausstieg planen – also den möglichst guten Verkauf nach einer bestimmten Zeit. Es gibt Investoren – und auch Kunden – die sich für derartige Konzepte nicht begeistern können. Denen ist es wichtiger, mit Unternehmern zu arbeiten, die sich nicht mit Ausreisegedanken tragen und stattdessen ihre Gründung gern weiter begleiten möchten auf der Reise zum Erfolg. Solche Unternehmer können ihre Mitarbeiter führen und ihre Kunden begeistern. Wer ein Unternehmen mit Blick auf den späteren Ausstieg konstruiert, trifft zwangsläufig befristete Entscheidungen. Diese Entscheidungen sind dann getrieben davon, Motive für eine mögliche Akquise zu schaffen oder einen lukrativen Börsengang. Kurzfristige Strategien dieser Art sind aber nicht unbedingt das, was ein Unternehmen langfristig zum Erfolg am Markt führt. Wirklich grossartige Unternehmen wollen vor allem eins: spektakuläre Produkte, erstklassige Services und begeisterte Kunden.

Was den meisten Unternehmern mit Auswanderungsabsichten nicht klar ist: man kann diesen Prozess des Exits nicht kontrollieren. Das tut die übernehmende Firma. Unternehmen, die aber auf Akquise aus sind, führen unter den entscheidenden Kriterien beispielsweise an, dass man Firmen sucht, die für die Unabhängigkeit entworfen wurden. Denn nur die haben die loyalen, engagierten Mitarbeiter, auf die man Wert legt. Firmen, die für einen schnellen Verkauf geschaffen wurden, treiben akquirierende Unternehmen in der Regel schnell in die Flucht. Alternativ wechseln sich für vergleichsweise geringes Geld den Besitzer – der neue Inhaber weiss ja, dass er nicht mit einer begeisterten Belegschaft rechnen kann und möchte seine Neuerwerbung möglicherweise dann umgehend weiterverkaufen.

Schlechte Zeiten, gute Startups

Die Startup-Szene der Jahre 1999 und 2000 war geprägt von vielen Dot-Com-Projekten mit erstaunlichen Umsätzen, die aber alle auf das schnelle Geld ausgerichtet waren. Dahinter steckte nicht wirklich eine Vision, und so entstanden in dieser Zeit einige der furchtbarsten Startups überhaupt.

Mit dem Zusammenfall der Dot-Com Blase änderte sich das. Die Profiteure der Startup-Landschaft verschwanden wieder in ihren Ritzen. Nur die wirklichen Unternehmer blieben. Jetzt aber unter veränderten Bedingungen und zu vergleichsweise harten Finanzierungsbedingungen. Die Gründungsphase wurde nun sehr schwer, Geld war in der Regel nicht unbedingt zu machen, und diejenigen, die trotzdem am Ball blieben, taten das, weil sie sich mit Herz und Seele ihrem Projekt verschrieben hatten. Das Resultat? Einige der weltbesten Startups!

Wer also mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, sollte sich vor allem eine Frage stellen, nämlich die nach der Motivation. Was steckt hinter dem Entschluss? Geht es um das Geldverdienen? Oder um die leidenschaftliche Begeisterung für eine Idee?

Die eigene Vision motiviert auch die Mitarbeiter

Wer mit Überzeugung und Begeisterung an seine Gründung geht, macht bald eine weitere Erfahrung, und zwar mit den Mitarbeitern. Da gibt es die, die die Beschäftigung bei einem Startup einfach nur als Job machen. Sie gehen zur Arbeit, tun was verlangt ist, und möchten einfach Geld verdienen. Und dann gibt es diejenigen, die sich begeistern lassen von der Idee hinter dem Unternehmen. Sie stecken ihre eigene Kreativität und Initiative in die Arbeit und tun ihr Bestes, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Das sind die Mitarbeiter, die man will. Möglicherweise haben sie nicht so viel Erfahrung wie der gehaltsorientierte Mitarbeiter. Aber das machen sie durch ihre Begeisterung mehr als wett. Diese Mitarbeiter, die sich von der Vision des Unternehmens anstecken lassen, sind umso interessanter, mutiger und kreativer, je anziehender eben diese Vision ist. Wer solche klugen Köpfe in seinem Unternehmen haben möchte, muss als Gründer und CEO die Leidenschaft für die eigene Sache glaubwürdig vermitteln können!

Die wirklich grossen Unternehmer haben alle haben ihre Firmen gegründet, weil sie begeistert waren. Weil sie mit ihrem Produkt die Welt verändern wollten. Die grosse Vision für die Veränderung hat sie zum Erfolg getragen.

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