Mit Sportzu einer ausgewogenen Lebensweise

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Mit Sport zur richtigen Work-Life Balance?

Geht das überhaupt? Mit Sport Stress abbauen? Sorgt die Zeit, die man sich für das Training nehmen muss, nicht eher für noch mehr Zeitdruck? Nein, denn tatsächlich ist Bewegung die optimale Reaktion auf Stress. Denn: Stress ist eigentlich eine Überlebenshilfe. Angesichts gefährlicher, unsicherer Situation reagiert der Körper mit der „Fight or Flight“ Haltung – weglaufen oder kämpfen. Dazu versetzt sich unser Organismus blitzschnell in Alarmbereitschaft, unterstützt von den sogenannten Stresshormonen, allen voran das Nebennierenhormon Adrenalin.

Auch Noradrenalin, Insulin und Cortisol werden in Sekundenschnelle ausgeschüttet und befähigen uns bei Kampf oder Flucht zu höherer Leistung.  Eigentlich sind Stresshormone also körpereigene Doping-Mittel, die die Natur zur Verfügung stellt, um bei der Bewältigung von Gefahrensituationen unsere Chancen zu erhöhen. Prinzipiell sind diese Hormone notwendig und nützlich. Aber….

Wenn es weder zum Kampf noch zur Flucht kommt…

Genau dann werden Stresshormone gefährlich. Eigentlich ist der Körper darauf programmiert, die gehobenen Level von Stresshormonen durch physische Aktivität abzubauen. Kann er dies nicht, bleiben Adrenalin & Co. lange im Blut. Zu lange. Der Körper bleibt im Overdrive, mit schnellerem Herzschlag, flacherer Atmung, und höherem Blutdruck. Die Muskeln sind angespannt und alle Sinne arbeiten auf Hochtouren. Diese Spannung wird allerdings nicht in einer Tätigkeit entladen, sondern muss von allein zurückgehen. Besonders schwierig ist dies, wenn der Auslöser der Stresssituation dabei präsent bleibt, wie etwa bei Dauerstress aufgrund hoher Anforderungen oder konstant schwierigen Arbeitsbedingungen. Vielfach kann man sich hier nicht einfach „Luft machen“. Nicht viel angenehmer sind akute Konfliktsituationen, etwa in Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Kollegen.

Kommt dies allzu regelmäßig vor, wird die Gesundheit angegriffen. Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten sind die Folge. Im Arbeitsalltag ist man leider oft mit Stress konfrontiert, dem man nicht angemessen begegnen kann. Wir wollen immerhin unseren Job behalten, Karriere machen, cool sein. Natürlich soll man die Auflösung der stressgeladenen Situationen durch Soft Skills nicht aus dem Auge verlieren, aber als schnelle, wirksame Hilfe, um den Kopf frei zu bekommen, ist Sport kaum zu toppen.

Hier kann Sport helfen

Tatsächlich ist körperliche Betätigung die beste Stressbewältigung, denn körperliche Beanspruchung senkt den Pegel der Stresshormone im Blut. So hat die Natur es eingerichtet. Schon die motorische Inanspruchnahme des Körpers reduziert die Stresshormone. Nicht umsonst springen wir auf, wenn wir uns aufregen, oder gehen im Zimmer herum – deutliche Anzeichen dafür, dass der Körper jetzt Bewegung braucht. Aber nicht alle Sportarten passen zu jeder Belastungssituation.

Der richtige Sport gegen meinen Stress

Wie wir auf Belastungen reagieren, ist nicht nur durch die Ausschüttung der Stresshormone festgelegt. Die eigene Persönlichkeit sorgt dafür, dass die Reaktion auf Stress, Sorgen, Belastungen so individuell ausfällt wie jeder einzelne Mensch. Einleuchtend, dass ruhige, introvertierte Menschen auf Stress ganz anders reagieren als aktive, nervöse Personen. Deshalb sollte die Art der sportlichen Stressentladung auf den Einzelnen abgestimmt sein.

Kraftsport sorgt für eine wohltuende Entspannung nach der körperlichen Belastung. Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Laufen beruhigen schon durch die Regelmäßigkeit der Bewegungsabläufe. Mithilfe von Entspannungssportarten wie Yoga oder Tai Chi lassen sich stressbedingte Verspannungen auflösen. Wenn Sie in sich hineinhorchen und eventuell mit sportlichen Übungen experimentieren, werden Sie rasch herausfinden, welcher Stresskiller für Sie persönlich am besten funktioniert – vielleicht bekommen Sie durch Laufen den Kopf frei, oder Sie fühlen sich gleich besser, wenn Sie akuten Frust am Sandsack auslassen können.

Wichtig ist vor allem regelmäßige sportliche Betätigung, also 20 Minuten etwa dreimal wöchentlich. Dies verbessert die allgemeine Fitness und steigert die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Dadurch ist der Körper für den Umgang mit Stress insgesamt besser gerüstet. Bei sportlich aktiven Menschen werden die Stresshormone im Blut sehr viel rascher reduziert als bei Couchkartoffeln. Obendrein schüttet der Körper beim Sport Endorphine, sogenannte Wohlfühlhormone, aus. Diese gleichen die schädlichen Effekte stressbedingter Anspannung rasch aus. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, werden Sie rasch merken, dass Sie sich fitter, frischer, insgesamt ruhiger und belastbarer fühlen!

Der Spaß darf nicht zu kurz kommen!

Ganz wichtig: Setzen Sie sich nicht unter Druck! Wenn Ihr Arbeitsalltag einen regelmäßigen Besuch im Fitness-Studio nicht erlaubt, planen Sie Entspannungsübungen im Büro und/oder Sport morgens nach dem Aufstehen ein. Wenn Ihnen der Sinn nicht nach Höchstleistungen steht, ist für Sie vielleicht eher eine Teamsportart wie Handball oder Fußball etwas, oder ein freundschaftliches Tennismatch einmal in der Woche. Sie sollen sich ja auf „Ihre“ Sportstunde freuen. Der Spaß an der Bewegung, die Abwechslung von der Arbeitsroutine, soll Sie mit Vorfreude durch den Tag bringen!

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